Gerhart-Hauptmann-Theater

Mitarbeiterinformation

Das GHT Görlitz-Zittau ist ein 4-Sparten-Theater (Musiktheater, Schauspiel, Tanz und Konzert) im Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien mit grenzüberschreitender Arbeit im Dreiländereck zwischen Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik.

8. Mai 2020

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

auf diesem Wege möchten wir Sie über den aktuellen Sachstand des Umgangs mit der Corona-Pandemie an unserem Hause informieren.

Das Aussetzen des Produktions- und Spielbetriebes, der schnelle Einstieg in die Kurzarbeit und die am 20. April 2020 getroffene Entscheidung der Gesellschafter des Theaters über die Beendigung der Spielzeit 2019/20 waren Maßnahmen zur Erreichung von zwei entscheidenden Oberzielen:
1. des wirksamen Infektionsschutzes für Publikum und Mitarbeiter sowie
2. der wirtschaftlichen Absicherung der Theatergesellschaft in den kommenden Wochen und Monaten.

Beide Ziele stehen in untrennbarer Verbindung zueinander und haben selbstverständlich weiterhin Bestand. Und wir sind froh, durch die gemeinsam so schnell und produktiv erarbeiteten Lösungen in beiden Fällen ein belastbares Fundamt für die nächsten Schritte errichtet zu haben.

Auch die in den Bund-Länder-Gesprächen vom 06.05.2020 in Aussicht gestellten Lockerungen für den Veranstaltungsbetrieb müssen in diesem Kontext betrachtet werden. Im Ergebnis der Gespräche wurde die Staatsministerin für Kultur und Medien beauftragt, gemeinsam mit den Kulturministern der Länder verbindliche Hygiene- und Abstandskonzepte für den Theater- und Konzertbereich zu erarbeiten. Diese konkreten Vorschriften und Anforderungen sind nun abzuwarten. Denn Sie bilden die Grundlage jeder Bewertung und Planung, in welcher Form und mit welchen konkreten Bedingungen für Mitarbeiter und Publikum ein Betrieb unserer Häuser in den kommenden Monaten wieder möglich sein kann.

Auf der Basis dieser Festlegungen können anschließend alternative Spielplanszenarien auf ihre Machbarkeit überprüft werden, mit deren Erstellung die Leiter aller Sparten bereits beauftragt sind. In einem letzten Schritt sind diese Spielplanoptionen aber auch in wirtschaftlicher Hinsicht zu bewerten. Denn die bereits angefallenen Einnahmeausfälle und die sicher zu erwartenden weiteren erheblichen Ausfälle bis zum Jahresende (nicht zuletzt durch reduzierte Kapazitäten) müssen kompensiert werden. Und diese Kompensation kann nur erreicht werden durch das von der Agentur für Arbeit gezahlte Kurzarbeitergeld. Zusätzliche Einahmeerwartungen und Wegfall von Kurzarbeitergeld müssen daher bei jeder Verringerung der Kurzarbeit in einem Gleichgewicht stehen.

Gemeinsam mit ihrem Beschluss über das Spielzeitende haben die Gesellschafter des Theaters daher am 20. April 2020 die Geschäftsführung damit beauftragt, bis Ende Mai umfassende Spielplanszenarien für die Monate ab September 2020 vorzulegen und diese auch betriebswirtschaftlich zu kalkulieren. Auf dieser Basis soll dann entschieden werden, zu welchem Zeitpunkt der kommenden Spielzeit für die einzelnen Bereiche ein Ausstieg aus der Kurzarbeit möglich sein wird.

Über alle weiteren Entwicklungen informieren wir Sie jeweils zeitnah.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Arauner
Generalintendant

Caspar Sawade
Kaufmännischer Geschäftsführer

Hartmut Schardt
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates

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