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Endland

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Endland

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Pressemitteilung 02.03.20 | GHT

Das Stück »Endland« nach einem Roman von Martin Schäuble eröffnet am Zittauer Theater einen erschreckenden Blick in die Zukunft.

Am Samstag, dem 14. März, um 19:30 Uhr präsentiert das Gerhart-Hauptmann-Theater auf der Zittauer Studiobühne mit »Endland« einen Blick in ein Deutschland, in dem eine totgeglaubte Ideologie das Denken bestimmt. Die Inszenierung von Patricia Hachtel ist eine Adaption des gleichnamigen Romans von Martin Schäuble. In der Produktion, an der sowohl der TheaterJugendClub, als auch Mitglieder des Schauspielensembles beteiligt sind, hat eine nationalistische Partei in Deutschland die Macht übernommen und sich mit einer Grenzmauer von Flüchtlingen und Migration abgeschottet. Vor diesem Hintergrund kreuzen sich die Wege des äthiopischen Flüchtlingsmädchens Fana, das in Deutschland auf ein Medizinstudium hofft und des deutschen Soldaten Anton, der voll und ganz hinter dem harten Programm der Regierungspartei steht. Die Inszenierung ist eine Kooperation mit den Städtischen Museen Zittau zu dem Projekt »entKOMMEN. Das Dreiländereck zwischen Vertreibung, Flucht und Ankunft«.

Ein Deutschland, dass sich mit einer Mauer vor dem Flüchtlingsstrom abschottet und in dem man hilfesuchende Menschen nur noch als »Invasoren« bezeichnet, klingt in der heutigen Zeit, wo das politische Klima immer rauer wird, Politiker einzelner Parteien vorschlagen Flüchtlinge mit Waffengewalt loszuwerden und Menschen vor lauter Verzweiflung unvorstellbare Risiken auf sich nehmen, um aus ihrer Heimat zu flüchten, sehr real. Der Autor Martin Schäuble zeichnet in seinem Roman »Endland« zwar eine Dystopie, trifft damit aber genau den Zeitgeist. Tatsächlich hat die Realität die Dystopie in einigen Aspekten bereits eingeholt. In der Adaption des Gerhart-Hauptmann-Theaters, die am Samstag, dem 14.03., um 19:30 Uhr auf der Zittauer Studiobühne Premiere feiert, stehen Deutschland und Äthiopien so auch stellvertretend für viele andere Länder auf der Welt mit ähnlichen Problemstellungen. Patricia Hachtel, die am Zittauer Haus als Schauspielerin, Regisseurin und Dramaturgin tätig ist, inszeniert das gemeinsame Projekt des TheaterJugendClubs und des Zittauer Schauspielensembles. Sie möchte in »Endland« nicht einfach ein klares Bild von »Gut« oder »Böse« aufzeigen, sondern Fragen anregen wie: Wer entscheidet, welche Gründe für Flucht gerechtfertigt sind und welche nicht? Warum reagieren Menschen so, wie sie reagieren? Mit »Endland« hat sie eine eingängige, tiefsinnige Produktion geschaffen, die das Publikum anregen soll, sich selbst Gedanken zu machen. Denn genau wie der junge Soldat Anton müssen wir entscheiden wofür wir stehen und für welche Werte wir eintreten wollen.

 

Handlung

In Äthiopien beschließt die junge Fana auf Anraten einer Ärztin die Flucht nach Deutschland zu riskieren, da sie in Afrika keine Perspektive für ihr Leben sieht. Ihre Hoffnung ist, dort ein Medizinstudium beginnen zu können.

In Deutschland ist der junge Soldat Anton begeistert von der neuen Regierungspartei Nationale Alternative und deren politischen Plänen, was beispielsweise den Umgang mit Flüchtlingen betrifft. Er und sein Freund Noah, der im Gegensatz zu Anton der politischen Entwicklung ablehnend gegenübersteht, bewachen die neue Grenzmauer, die das Land umschließt.

Im neuen Deutschland werden Flüchtlinge nur »Invasoren« genannt. Menschen wie Fana, die im letzten Flüchtlingslager Deutschlands auf Anton, der sich dort in geheimer Mission aufhält, trifft und sich mit ihm anfreundet. Als Anton von seiner Regierung den Auftrag zur Ausführung eines tödlichen Terroranschlags bekommt, sieht er sich zu Entscheidungen gezwungen, deren Konsequenzen sein Leben und das Leben seiner Freunde verändern könnten.

 

Theater Zittau | Studiobühne

Sa., 14.03.20 19:30 Uhr – Premiere
Mi., 25.03.20 10:00 Uhr
Fr., 27.03.20 19:30 Uhr
So., 05.04.20 19:30 Uhr
Mi., 08.04.20 19:30 Uhr – Studententag
So., 19.04.20 19:30 Uhr

 
Besetzung

Regie, Ausstattung: Patricia Hachtel
Grafik: Modi Jeroushi
Pyrotechnik: Bernd Eifler
Dramaturgie: Urs Ochsner
Regieassistenz: Anna Barth
Inspizienz: Ramona Ries
Soufflage/Hospitanz: Erik Dowideit
Anton: Paul Nörpel
Fana: Hannah Götze
Noah: Josef Pietschmann
Stahlke, Vater Fana, Mamouhd, Großvater, Ali, Übersetzer, Politiker: Tilo Werner
Mutter Fana, Lehrerin, Mutter Noah, Mutter Amira, Moderatorin: Renate Schneider
Schmidle, Blomenkamp, Vater Noah, Sanitäter 1, Verhörleiter, Pressesprecher: Markus Weickert
Karla, Mutter Anton, Polizistin: Sabine Krug
Samira, Mädchen am See 1, Lara: Sarah Wenzel
Schüler, Wachmann 2, Finn, Oliver: Chris Grottke
Ärztin, Melanie: Luisa Jäger
Schüler, Tafari, Lukas: Karl-Georg Rößler
Sophie, Pflegerin: Luisa Binsch
Linus, Sanitäter 2, Tom: Elias Schär
Eva: Maxi Israel
Mädchen am See 3, Julia: Emma Klausch
Schüler, Salva: Falakniaz Safi
Mädchen am See 2, Freundin Amira: Greta Gubisch
Amira: Emilia Röske

Foto: Inszenierungsfotos finden Sie voraussichtlich ab dem 06.03.2020 in unserem Pressebereich. Diese entstehen im Zuge der Ausstattungsprobe am 05.03.2020 durch Pawel Sosnowski.

Eine Produktion im Rahmen des Projektes ›entKOMMEN – Das Dreiländereck zwischen Vertreibung, Flucht und Ankunft‹, gefördert im Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes.

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